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Stadtteilgruppe Ehrenfeld

22.08.2000: Ehrenfeld hat es geschafft!
Auf Initiative von Brigitta von Bülow und Hanser Brandt von Bülow fand das erste Treffen zur Gründung der Agenda 21-Gruppe im Ehrenfelder Bezirksrathaus statt. Die Interessenvertreter und -vertreterinnen verschiedener Ehrenfelder Gruppen - vom Bürgerverein bis zu den Vertretern der Senioren - waren der Einladung gefolgt.
Als Gastrednerin führte Dorothee Freese kurz in die Arbeit der Agenda 21, des Agenda-Vereins in Köln und der jeweiligen Stadtteilgruppen ein. Danach gingen die Sitzungsteilnehmer und -teilnehmerinnen direkt an die Arbeit, sodass schon in dieser Sitzung erste Arbeitsergebnisse erzielt wurden.

"Lebensraum für jeden" - Die Ehrenfelder Agenda
Die Diskussion der Sitzungsteilnehmer und -teilnehmerinnen zeigte schnell ein spezifisches Ehrenfelder Problem-Profil. Unter der Überschrift "Lebensraum für jeden" fanden sich die Kernbereiche des städtischen Lebens in Ehrenfeld wieder. Dazu gehören unter anderem:

  • die Entwicklung der Venloer Straße unter der Perspektive Einkaufen und Verkehr und Ökologie.
  • Migration – Zusammenleben unterschiedlichster Menschen im Stadtbezirk
  • Sicherheit,
  • Zukunft der Arbeit (In einem Stadtteil, der sich mitten in einem Umstrukturierungs-Prozess befindet und mit steigenden Arbeitslosenzahlen und einer hohen Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen hat, spielt dieses Thema eine zentrale Rolle).
  • Senioren und Kinder/Jugendliche, die normalerweise kaum eine Lobby finden, wurde in der Ehrenfelder Arbeitsliste ein eigener Schwerpunkt zugedacht.
  • Gestaltung städtischen Lebensraumes.
Und nun?
Dem ersten K.o. für die Agenda-Gruppe folgte eine intensive interne Diskussion über die neuen Zielvorstellungen der eigenen Arbeit, der Frage nach den Möglichkeiten und Perspektiven einer Gruppe außerhalb politischer Gremien. Dieser Reflexionsprozess hat neue Kräfte der Engagierten freigesetzt. Es geht darum, sich mit neuen Idee an der weiteren Gestaltung des Stadtteillebens zu beteiligen und die Grundsätze der Agenda 21 weiterhin in die Öffentlichkeit zu tragen.

Menschenbegegnung - Anlässe schaffen
Noch immer steht der Neptunplatz im Focus der Aufmerksamkeit! Ein Ziel der Agenda-Gruppe Ehrenfelds ist es, gemeinsam mit den Investoren ein Konzept zu entwickeln, das für eine intensive Belebung das Platzes auch außerhalb der Marktzeiten sorgt - zum Beispiel durch einen Ehrenfelder Sommer!
Der Neptunplatz mit seiner eigenwilligen Gestaltung erinnert an eine Bühne. Warum soll dieser Platz nicht auch so genutzt werden?
Hier lassen sich während der späten Nachmittagsstunden im Sommer Veranstaltungen initiieren, die auch von Familien mit Kindern und älteren Menschen besucht werden könnten.
Hier ist der Raum für die verschiedensten Professionellen - wie die Ehrenfelder Theater oder die Rheinische Musikschule - für kleinere Open-Air-Konzerte aber auch für die ehrenamtlich arbeitenden Vereine und Verbände. Hier können sie ihre Leistungen und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Agenda in Ehrenfeld - man wird gehört
Mittlerweile wird ein lange geplantes Projekt der Interessengemeinschaft der Ehrenfelder Geschäftsleute realisiert. In Zusammenarbeit mit dem Stadtentwicklungsausschuss Kölns und den Ehrenfeldern wurde ein externes Unternehmen mit der Aufgabe betraut, ein Konzept zum Stadtteilmarketing zu entwickeln und durchzuführen. Dazu werden die verschiedenen Gruppen Ehrenfelds zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Eine Vertreterin der Agenda-Gruppe Ehrenfeld wurde in den Lenkungsausschuss berufen. Das bietet die Möglichkeit, direkt die Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung in die weiteren Prozesse im Stadtteil einfließen zu lassen.