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Forum/Gästebuch

Klimaschutz und geplante Bausünden


Gehört eine Ablehnung zu "bauen im Überschwemmungsgebiet" (wie in Köln-Mülheim am 12.2.2004 beschlossen) nicht auch zu vorbeugendem Klimaschutz?
Die Stadt sollte mit gutem Beispiel voran gehen und andere vorhandene Flächenalternativen bebauen. Unwiderruflich wird hier das Rheinufer zu betoniert und mit häßlichen Bauten landschaftsverschandelt. Neue Bürger werden ins Ü-Gebiet gelockt. Die neuen Betonklötze werden hochwassersicher gebaut und damit mal wieder Boden "Schwamm" vernichtet. Den Bestandshäuser bringt die Sanierungszeit ungewollte Schwimmbäder in den Kellern.
(Grundwasserproblem und Durchfeuchtung)

Nicht nur der "Aufnehmer " vor unserer Haustüre wird uns gestohlen, sondern auch die Sonne , da diese Bebauung tatsächlich um ca 12 Meter höher wird wie die Vorhandene und damit die Möglichkeit, mit preiswerter Fassaden-Solarenergie unsere Häuser auszutrocknen.
Ein ganzer Stadtteil wird abgeriegelt.
Die Rheinuferpromenade verkommt zum Muss-Rand-Grün mit Hindernissrennen zum Rhein, schön gewinnoptimierend und rein investorengerecht.
Dies ist ein Musterbeispiel einer negativen Stadtentwicklung. Der Ausverkauf Mülheims- Hauptsache die Kasse stimmt.
Eine Wohnbebauung ohne Bedarf an teuren Wohnungen. Der Stadtteil wird dadurch bestimmt nicht attraktiver und lebenswerter. Nachhaltig werden Bausünden geplant und Miss-Stände geschaffen. Ohne Zusammenhang mit der danebenliegenden FLäche bis zur Messe und unter Berücksichtigung der Auswirkungen dieser noch anstehenden Planungen (KHD-Gelände bis Messe, Euro-Forum, Bahnhof )

Unfassbar, dass die Bez. Reg. einer Flächennutzungsplanungsänderung
(hauptsächlich Grünfläche im Ü-Gebiet in Wohnbaugebiet genehmigt.

Zum Klimaschutz gehört auch der vorbeugende
Hochwasser/Grundwasserschutz. Darunter verstehe ich nicht, weitere Rheinuferbebauungen mit einer vorverlegten (zum Rhein hin ! ) Hochwasserschutzmauer. Als wenn es Anlass dazu gäbe, den jahrhundertelangen gewahrten Sicherheitsabstand der Wohnbebauung von ca 5o Meter hinter der Hochwasserschutzmauer auf ca 15 Meter vor die Hochwasserschutzmauer zu reduzieren/verlegen.

Frage mich nur wer davon profitiert. Die Rechnung zahlen die Bürger. Wir dürfen diese Fehlentscheidungen am Ende ausbaden.

Unsere sog. Bürgervertreter haben für die Bebauung gestimmt, (auch die "Grünen" )trotz genügend Informationen. Nicht nur das nächste Hochwasser, sondern auch die nächsten Wahlen kommen bestimmt !

Grüße aus K-Mülheim am Rhein

S. Thelen
Infos + Fotos:
www.hafen-bi.de.vu

Von: S. Thelen <ThelenSabine@web.de>
Mittwoch, 05.05.2004, 12.38 Uhr

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