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„Übergangsheim“ in Merkenich wird doch nicht geschlossen!


Ganz beiläufig ließ die Kölner Sozialdezernentin Marlies Bredehorst in der letzten Sitzung des Finanzausschusses die Bombe platzen, daß das skandalträchtige Asylantenheim im Kölner Stadtteil Merkenich nun doch nicht geschlossen wird! Wir erinnern uns: Vor allem einige Zigeunerfamilien aus dem Heim machten den Merkenicher Bürgern seit Jahren das Leben schwer. Diebstähle, Wohnungseinbrüche, ja sogar Raubüberfälle und sexuelle Belästigungen von Kindern waren an der Tagesordnung. Als dann im Jahr 2005 rund ein Drittel aller Merkenicher Bürger eine pro-Köln-Petition auf Schließung des „Übergangsheimes“ unterschrieben, wurde den Anwohner von der Stadtspitze versprochen, daß die Einrichtung stufenweise verkleinert und in absehbarer Zeit ganz geschlossen würde.

Jetzt kommt das böse Erwachen für die Merkenicher Bürger: Nichts von den Versprechungen der etablierten Parteien und ihres verlängerten Armes vor Ort – dem Merkenicher „Bürgerverein“ unter der Führung des SPD-Bezirksvertreters Alfred Becker – war ernst gemeint! Völlig ungerührt erklärte Bredehorst auf Nachfrage der Fraktion pro Köln im Finanzausschuß, daß von einer Schließung des Heimes keine Rede sein könne. Es hätte lediglich die Stillegung eines Gebäudeteiles gegeben, das „Übergangsheim“ an sich würde weiter bestehen, solange dafür ein Bedarf besteht.

Im Finanzausschuß wurde dann auch klar, daß die Verwaltung auf unbestimmte Zeit einen „Bedarf“ sieht: Denn anders ist die Bezuschussung einer besonderen Tageseinrichtung für die „Kinder in der Causemannstraße 29-31“ nicht zu erklären. Mit einem einmaligen Zuschuß von 11.588 Euro und einem jährlichen Personalkosten- und Mietzuschuß von 111.512 Euro soll diese Einrichtung für Roma-Kinder von der Stadt Köln mitfinanziert werden. Mit dem Ziel, „milieutypischen problematischen Verhaltensweisen von Beginn an vorzugreifen“. Der Ausbau des Angebotes solle laut Verwaltungsvorlage bis zum Jahr 2010 abgeschlossen sein – eine Schließung des Heimes steht also in den nächsten Jahren nicht mehr auf der Tagesordnung!

Das Einlenken der Merkenicher Bürger am Ende des Protestjahres 2005 hat sich demnach leider nicht ausgezahlt. Es bleibt die bittere Erkenntnis, von der etablierten Politik und dem eigenen Bürgerverein hinters Licht geführt worden zu sein. Die Quittung dafür können die betrogenen Anwohner bei der nächsten Kommunalwahl 2009 ausstellen …

Von: pro Köln
Montag, 25.09.2006, 18.56 Uhr

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