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Forum/Gästebuch

Re: Ursache Nr. 1 für Ökosünden ist das Finanzielle


Betr: Mülheimer Hafen Bebauung im Überschwemmungsgebiet,
mit dafür extra zum Rhein hin vorverlegter,- in Wohnbauten integrierter - Hochwasserschutzmauer.
Bilder: www.sonnenhunger.de

Das soll hochwasserangepasstes Bauen sein ??

Mit Tiefgaragen, die uns den Aufnehmer ("Boden Schwamm") vor der Haustüre stehlen und das
Abflussverhalten des Grundwassers nachteilig
verändern.
Anstelle von breiten ebenerdigen Grünflächen am Rheinufer mit der bisherigen Hochwasserchutzmauer, darauf mobile Elemente.
Nun Betonklötze als Abflußsperre und versiegelte Flächen auf einem 3 - 4 Meter hohen Plateau.

Bisher konnte das Regenwasser problemlos ins Erdreich versickert.
Zur Zeit werden neue Regenwasserkanäle entlang der Kaimauer verlegt. Die renaturierte Fläche - Garten Eden (siehe Homepage) wurde platt gefahren. Alles Grün vernichtet.

Wahrscheinlich schon für die neue Bebauung.

Wer bezahlt das ?

Die Stadt ? , also wir alle.
Pumpenwerke, die das Wasser bei Hochwasser wieder in den Rhein führen? Damit noch mehr Betonklötze am Rheinufer, anstelle von Grün entstehen können ?

Wer profitiert von einen der größten Umweltsünden hier in Köln ?
Die Immobiliengruppe der Stadtsparkasse Köln-
SK Corpus hat das Grundstück für ca 200,- Euro/m? ausserordentlich preiswert von der HGK
(Häfen und Güter AG-stadteigener Betrieb) erworben.
Die Mehrheit im Stadtrat hat dafür gestimmt.
(Trotz Hochwasserschutzkonzept, welches Bebauungen im Überschwemmungsgebiet widerspricht, ebenfalls im Stadtrat beschlossen !)

Der Preis für das Grundstück ebenso
verwunderlich, wo die Stadt doch kein Geld hat.

Die Bez.Reg. hat nicht nur genehmigt, sie hat auch extra für die Bebauung den FNP-Plan (-der vorher ca 97 % Grünfläche ausgewiesen hat)- in WOHNBAUFLÄCHE im Überschwemmungsgebiet geändert.
Schon erstaunlich, wie das hier in Köln so funktioniert.


Ca 150 Wohnungen mit Rheinblick sollen dort entstehen.
Neue Bürger hier hinein (auch noch vor die Hochwasserschutzmauer )- zu locken ist verantwortungslos.
Als wenn es keine Flächenalternativen gäbe.

Als wenn es nicht möglich ist, mit Grünflächen am Rheinufer Arbeitsplätze zu schaffen und einzig allein eine Wohnbebauung wirtschaftlich ist.


(Jede kleine Dorf bringt es fertig seine Pfützen und Uferflächen gewinnbringend zu vermarkten und durch die entstehenden Arbeitsplätze mit Grün den Stadtteil attraktiver zu machen.
Gerade Mülheim braucht Arbeitsplätze und Grün, keine Wohnbebauung. Wir sind bereits einer der dichtbesiedeltesten Stadtteile. Die soziale Schere durch das Rheichenghetto auch noch verschärft.

An der Deutz-Mülheimer Str. bis Messe auch genügend belastet. (Lärmwerte überschritten usw)

Mein Vertrauen in die Stadtsparkasse als Umweltsünder wird belohnt, indem ich und meine Familie die Bank gewechselt haben.

Denn nur Geld zählt hier, nicht das Allgemeinwohl.

Das Schadenspotential nicht gemindert, wie gefordert, sondern auch noch erhöht. Wer bezahlt?
Wir alle.
Übrigens Hochwasser = Grundwasser nur Zeit versetzt)
(Die CDU hat bereits Anfragen gestellt, welche Rheinuferflächen zur Bebauung den noch möglich sind )
Wir werden in eine Klage getrieben und die Fehlentscheidungen nicht hinnehmen.
Wir bitten um Hilfe (Anwaltlicher Rat oder kleine Spende)
Der Rhein soll "atmen" können und der Stadtteil Mülheim nicht abgeriegelt werden.
Breite grüne- behindertengerechte Rheinuferflächen, keine Mussrandbebauung mit Billig-Geschoss-Bebauung. Hier wird nicht nachhaltig geplant, sondern Investorengerecht verschachert.

Der Film" die story" war fantastisch.
....von kleinen und großen Sünden am Rhein...
Wer Ihn verpasst hat, kann sich an mich wenden

S. Thelen

Von: Sabine Thelen <ThelenSabine@web.de>
Freitag, 20.05.2005, 02.09 Uhr

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