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Wie hart(z) wird der Kölner Arbeitsmarkt

KölnAgenda-Logo Köln, 23.12.2003
Gut 100 Personen, darunter die Bundestagsabgeordneten Ursula Heinen (CDU) und Rolf Mützenich (SPD) diskutierten auf Einladung von Katholikenausschuss und Evangelischem Sozialwerk am 18.12.03 im Internationalem Zentrum Groß St. Martin die Folgen der sogenannten "Hartz-Gesetze" für den Kölner Arbeitsmarkt.
Gut 100 Personen, darunter die Bundestagsabgeordneten Ursula Heinen (CDU) und Rolf Mützenich (SPD) diskutierten auf Einladung von Katholikenausschuss und Evangelischem Sozialwerk am 18.12.03 im Internationalem Zentrum Groß St. Martin die Folgen der sogenannten "Hartz-Gesetze" für den Kölner Arbeitsmarkt.

Eine positive Vision der am 19.12.03 im Bundestag beschlossenen Maßnahmen wurde von den eingeladen Bundespolitikern jedoch trotz mehrmaliger Nachfrage nicht vorgetragen. "Wir werden in den nächsten Jahren eine sichtbare Zunahme der Armut erleben" äußerte Thomas Münch, Geschäftsführer des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ. Die etablierten Parteien verlassen mit den jetzigen Beschlüssen den jahrzehnte alten Konsens, in Deutschland ein 'working poor? nicht zuzulassen, meinte DGB-Kreisvorsitzenden Dr. Wolfgang Uellenberg von Dawen.

Negative Folgen haben die Reformen schon jetzt für einige langjährig erfolgreich arbeitenden Einrichtungen. Die Lindenthaler Dienste stehen vor der Insolvenz, das Jugendbüro Kalk trotz guter Vermittlungsergebnisse vor den Aus. Das lässt wenig Gutes für ähnliche Einrichtungen aus anderen Kölner Stadtteilen vermuten. Gut 40 000 als vermittelbar eingestufte Kölnerinnen und Kölner werden nach Schätzung von Arbeits- und Sozialamt mit der Umsetzung der 'Reform? zum 1.1.2005 "Arbeitslosengeld 2" erhalten. Besonders bedenklich ist, dass diese in Zukunft nur in einem 'angemessenen Umfang? einen Leistungsanspruch für Unterkunft haben. Was angemessen ist, legt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit fest, die Kosten selbst tragen die Kommunen - derweil die Reichen immer reicher werden. Siehe 2. Sozial-Gesetzbuch, Artikel 1 §22 und §27 www.koelnagenda.de/docs/hartz-4.pdf

Themen: Arbeit & Soziales |

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