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"Handeln before after tomorrow"

KölnAgenda-Logo Köln, 30.06.2004
BUND Köln organisiert kritische Auseinandersetzung mit weltweitem Emissionshandel.
BUND Köln organisiert kritische Auseinandersetzung mit weltweitem Emissionshandel. "Unsere Erde ist doch keine Ware!" Der Handel mit Verschmutzungsrechten - eine unmoralische Angelegenheit? So jedenfalls sahen es einige der umwelt-engagierten Kölnerinnen und Kölner im Bürgerzentrum Alte Feuerwache. Anlass der "Aktionswoche Klimaschutz" der Kölner Ortsgruppe von BUND mit Unterstützung von attac war die erste Welt-Messe zum CO2-Emissionsrechtehandel (Carbon Expo 2004) in Köln-Deutz. Dort liefen sich Projektentwickler und Finanzfachleute schon mal warm für das Geschäft mit dem Klima, das im Januar 2005 starten wird.
Der Hauptsponsor dieser Messe - die Weltbank - will zwei Ziele nachhaltiger Entwicklung verbinden: CO2-Vermeidung und CO2-Bindung (Senken) in Dritt-Welt-Ländern finanzieren und gleichzeitig die lokale Entwicklung und den Kampf gegen Armut fördern.
In der Alten Feuerwache war man eher skeptisch bis ablehnend. Erste Erfahrungen aus Indonesien und Brasilien lassen argwöhnen: CO2-Einsparprojekte in Ländern, die bisher noch keine Einsparziele einhalten müssen, produzieren "heiße Luft" - es werden rechnerisch CO2-Einsparungen realisiert, völlig folgenlos für den rasanten Zuwachs an Ressourcenverbrauch und Klimagasemissionen in den Schwellenländern. CO2-Emittenten der Industrieländer können sich mit Billigstzertifikaten versorgen und umgehen damit ihre eigene Klimaverantwortung.
Über die lokalen Auswirkungen von CO2-Senken in Eukalyptusplantagen berichteten authentisch die Vertreter einer Landarbeitergewerkschaft aus Brasilien: Monokulturen werden konserviert, das in der Zeit der brasilianischen Diktatur geraubte Bauernland wird den ausländischen Projektentwicklern überlassen; anders sind kostendeckende Kohlenstoffsenken in Form von Eukalyptuswüsten nicht möglich. Es blieb die Frage: Ist schon der Ansatz falsch - Emissionen in den Industrieländern durch "Senken" in der Dritten Welt zu kompensieren oder ist es bloß die schlechte Umsetzung des Instruments?
Dass es hier bei uns - in Köln - genug zu tun gibt, dass konnte der Vertreter des Energie-Forums der KölnAgenda nur bekräftigen: In Ballungsräumen kann Energie - Strom und Wärme - kosteneffizient und ressourcensparend gekoppelt in Heizkraftwerken erzeugt werden. Fernwärme hat in Köln seit mehreren Jahrzehnten Tradition und wird weiter verbessert. Das alte Heizkraftwerk in Niehl wird gerade durch eine Gas- und Dampfturbinen-Anlage ersetzt, die immerhin 30% weniger Gaseinsatz benötigt und entsprechend weniger CO2 emittiert. Dieses Kölner Leuchtturmprojekt in Sachen Klimaschutz darf - so das Energie-Forum - aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Köln ansonsten eher Verschwendung vorherrscht.
So laufen in vielen städtischen Gebäuden noch im Sommer die Heizkessel und Heizpumpen. Allein im nur 4 Jahre alten Rathaus in Deutz sind lt. jüngstem Gutachten Einsparungen beim Energieverbrauch von 200 Tausend Euro im Jahr möglich. Ähnlich sieht es in ganz Köln in den Betrieben, Verwaltungen, aber auch in den Privathaushalten aus. Die Klimaschutz-Botschaft aus Köln für Köln: Das Einsparpotenzial ist riesig, wir müssen nur "handeln" - h i e r etwas tun. www.bund-koeln.de

Themen: Energie |

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