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NRW Kommunen zeigen in puncto Beschaffung soziale Verantwortung

KölnAgenda-Logo Köln, 04.01.2005
Rund 15 Prozent des Bruttoinlandproduktes der Europäischen Union werden für die Vergabe öffentlicher Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge aufgewendet.
Rund 15 Prozent des Bruttoinlandproduktes der Europäischen Union werden für die Vergabe öffentlicher Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge aufgewendet.
44 Prozent davon stellen die kommunalen Gebietskörperschaften. Wie kann sich Kommune vor diesem Hintergrund zu mehr sozialen, menschenrechts- und umweltrelevanten Grundsätzen bei ihren Einkäufen verpflichten? Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Kommunen, Wirtschaft, Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) und Initiativen diskutierten im Dezember 2004 u.a. auf Einladung der Eine-Welt-Beauftragten der Landesregierung Fragen zum kommunalen Einkauf von Berufsbekleidung.
"Nachhaltige Beschaffung braucht gute Beispiele, und wenn die Städte und Gemeinden in NRW hier zeigen, dass es geht, dann ziehen Unternehmen nach", wies NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn auf den Vorbild gebenden Charakter von Kommunen hin. Dabei ist das Argument "zu teuer" oft unbegründet, wie viele gute Beispiele belegen. Düsseldorf kleidet ihre Feuerwehr "sauber", und die Stadt Bonn hat sich ebenfalls zu einer Vergabepraxis zur Verhinderung ausbeuterischer Kinderarbeit entschlossen.
Langfristig könne auf eine Zertifizierung oder auf ein Gütesiegel zum Schutz für die Kommune aber auch zur Sicherheit für die Unternehmen nicht verzichtet werden. Sie stehen sowohl für Sozialstandards als auch für Qualität und versprechen, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Menschenrechte und existenzsicherndes Einkommen geachtet, Kinder- & Zwangsarbeit vermieden, Versammlungsfreiheit gewahrt, Umwelt geschützt und umweltfreundliche Techniken entwickelt werden.
Hinsichtlich der neuen EU-Richtlinien, nach der alle Mitgliedsstaaten angehalten sind, bis zum Jahr 2006 die Vergabekriterien in ein nationales Recht zu gießen, wird ein gemeinsamer Dialog unausweichlich. Für die bessere Harmonisierung der Aktivitäten schlugen die TeilnehmerInnen des Fachgesprächs auch die Einberufung eines runden Tisches auf Landesebene vor. Kontaktpersonen: Tina Jerman, Eine-Welt Beauftragte der Landesregierung, Fon: 0211.4566 ­0, Fax: -424, eMail: christiane.jerman@munlv.nrw.de, Web: www.munlv.nrw.de

Themen: Globale Partnerschaft | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

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