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Wald: Neuer Feind Klimawandel

KölnAgenda-Logo Köln, 04.01.2005
Der deutsche Wald ist in einem alarmierenden Zustand. Nur noch gut ein Viertel der Bäume ist gesund.
Der Zustand unserer Wälder ist alarmierend. Ursache dafür sind vor allem die Spätfolgen des extremen Sommers 2003. Die lang anhaltende Trockenheit und hohe Ozonwerte trafen auf Wälder, die durch anhaltende Säure- und Stoffeinträge aus der Luft geschwächt sind. "Wir werden daher unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Waldökosysteme konsequent fortführen", erklärte Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2004 im Dezember in Berlin.
Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden sei mit nur noch 28 Prozent so gering wie nie zuvor. Knapp ein Drittel der Bäume zeigten deutliche Nadel- bzw. Blattverluste. Damit habe die Zahl der stark geschädigten Bäume gegenüber 2003 um acht Prozentpunkte zugenommen. Besonders betroffen seien die Laubbäume. So wiesen mehr als die Hälfte der Buchen deutliche Blattverluste auf. Bei den älteren Buchen fielen sogar 65 Prozent in diese Schadstufen.
Weitere Extremsommer werden laut Experten noch verheerendere Folgen haben. Die feuchtebedürftigen Buchenwälder sind sogar in ihrem Bestand gefährdet. Angesichts der alarmierenden Zahlen fordern Umweltverbände, konsequentere Maßnahmen gegen Luftverschmutzung und die Ursachen von Ozonbelastungen und Klimaveränderungen zu ergreifen. Der Schadstoffausstoß und der Durchschnittsverbrauch neuer Fahrzeuge müssten gesenkt werden, so die Naturschutzorganisationen BUND und NABU. Ein weiteres Problem stellten die nach wie vor hohen Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft dar, die unbedingt reduziert werden müssten.

Themen: Nachhaltigkeit | Umwelt & Natur |

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