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Nachhaltigkeit: "Roter Faden" fehlt

KölnAgenda-Logo Köln, 01.03.2005
Rat für Nachhaltige Entwicklung nimmt Stellung zum Fortschrittsbericht der Nachhaltigkeitsstrategie
"Im praktischen Regierungshandeln ist der rote Faden Nachhaltigkeit noch nicht zu erkennen." Das betont der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seiner Stellungnahme zum Fortschrittsbericht der Nachhaltigkeitsstrategie, den die Bundesregierung im vergangenen Herbst vorgelegt hat.
Zwar vermittle der Bericht ein positives Grundbild der getroffenen und geplanten Maßnahmen, aber insgesamt stehe die Strategie zu isoliert neben den dominierenden Politikfeldern der Wirtschafts- und Sozialpolitik. "Die Agenda 2010 wird aufwändig beworben, die Nachhaltigkeitsstrategie nicht", kritisiert der Rat.
Empfehlungen des Rates beispielsweise zur Energiewirtschaft oder zur Reduktion des Flächenverbrauchs nehme der Fortschrittsbericht auf, an konkreten Umsetzungsschritten mangele es jedoch. Auch erwähne die Bundesregierung wichtige Forschungsprogramme und Projekte für neue Kraftstoffe und Antriebe, zur Energieversorgung sowie zu Demografie und Verkehrsentwicklung. Es werde aber versäumt, die Herausforde-rungen einer nachhaltigen Entwicklung für die gesamte Wissenschaft klarer zu benennen. Unverständlich bleibt, warum der Rat nicht auf das Problem der fehlende Verteilungsgerechtigkeit hinweist. Ohne das Recht auf gleiche Teilhabe an den Umweltgütern läßt sich von einer Orientierung auf Nachhaltigkeit (und sozialer Gerechtigkeit) nicht sprechen, geschweige denn ein roter Faden ausmachen. Siehe auch die News "Einnahme aus Kohlendioxidabgabe ..." und "Von der Ökosteuer zur Umweltabgabe".

Themen: Nachhaltigkeit |

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