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Versicherer fürchtet Kosten des Klimawandels

KölnAgenda-Logo Köln, 04.07.2005
Bericht von Allianz Gruppe und WWF vorgelegt
Die Allianz Gruppe hat bei der Vorstellung des Berichts "Klimawandel und Finanzsektor" am Dienstag in London angekündigt, die Investitionen in erneuerbare Energien um 300 bis 500 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren zu steigern. Der gemeinsame Bericht des Versicherungskonzerns und der Umweltorganisation WWF zeigt einzelne Schritte auf, wie die Risiken des Klimawandels im Versicherungs- und Bankgeschäft besser berücksichtigt werden können. "Der Klimawandel bringt erhebliche Kosten für den Finanzsektor", erklärte Allianz-Vorstandsmitglied Joachim Faber. Um der Bedeutung des Klimawandels besser in strategischen Entscheidungen gerecht werden zu können, werde sich die Allianz künftig auf Vorstandsebene mit diesem Thema beschäftigen und eine systematische Untersuchung von Klimarisiken im Bank-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft vornehmen.
"Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Welt auf den Weg der sauberen Energien zu bringen", erläuterte Robert Napier, Geschäftsführer des WWF in Großbritannien. Die Allianz rechnet mit steigenden Versicherungsprämien für Risiken, die durch den Klimawandel verursacht werden könnten. "Naturkatastrophen können zwar wissenschaftlich noch nicht mit letzter Sicherheit auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Doch es ist ganz deutlich, dass Ausmaß und Häufigkeit von Naturkatastrophen zugenommen haben und dass der Klimawandel dabei eine Rolle spielt", erläuterte Andrew Torrance von der britischen Versicherungstochter Allianz Cornhill."Im Versicherungsgeschäft erhöht der Klimawandel das Risiko von Sachschäden jährlich um 2 bis 4 Prozent." Von den Staats- und Regierungschefs, die zum G8-Gipfel in Schottland zusammenkommen, fordern Allianz und WWF klarere politische Rahmenbedingungen, um langfristige Investitionen und die Kreditvergabe für Banken und Anleger anpassen zu können. "Als Investor brauchen wir mehr politische und regulatorische Sicherheit, also ein klares Regelwerk zum Thema Klimawandel, auch für die Zeit nach Auslaufen des EU-Systems für die Zuteilung von Emissionszertifikaten im Jahr 2012", erklärte Faber.

Themen: Energie | Umwelt & Natur |

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