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Über 90 000 Minijobs in Köln

KölnAgenda-Logo Köln, 02.03.2006
Auch der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit Niedriglohn hat zugenommen
Jedes fünfte Beschäftigungsverhältnis in Köln ist ein sogenannter Minijob bis zur eine Grenze von 400 Euro im Monat. Für gut zwei Drittel (63.922) war dabei der Minijob das einzige Beschäftigungsverhältnis, 26 775 waren im Nebenjob beschäftigt (Stand März 2005). Der Frauenanteil betrug 61,5%. Seit 2004 gibt es bei Mini-Jobs keine Beschränkungen mehr bei der Wochenarbeitszeit. In einer vom DGB Kreis Köln bei der Universität Köln in Auftrag gegebenen Studie und wurden außerdem Niedriglohnbranchen bei sozialversicherten Vollzeitbeschäftigten untersucht und zugehörige Monatslöhne zwischen 875,69 Euro (5,18 Brutto Garderobenfrau) und 1596 Euro (9,79 Euro, Einzelhandelskaufmann mit 4 Berufsjahren) identifiziert. Ein Einkommen unter 1630 Euro brutto im Monat (2/3 des effektiven, mittleren Vollzeitmonatslohns von 2001) wird als Niedriglohn bezeichnet, der in Deutschland schon 2001 mit einem Anteil von 17,4% über dem EU-Durchschnitt von 15,1% lag. Auch der überwiegende Teil der Leiharbeiter bezieht Niedriglöhne. Im Schnitt betrug deren Bruttomonatslohn 2004 1487 Euro/Monat bzw 11,- Euro/Stunde. Der Kölner DGB-Chef Wolfgang Uellenberg von Dawen stellt fest: „Immer mehr Menschen können ihre Existenz und die ihrer Familien kaum oder nicht ausreichend sichern“ und fordert politische Initiativen, damit sich die Lohnspirale nicht weiter nach unten dreht.
www.region-koeln.dgb.de

Themen: Arbeit & Soziales | Wirtschaft |

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