Facebook-Icon Twitter-Icon

Erfolgreicher Bürgerprotest

KölnAgenda-Logo Köln, 12.05.2006
Auf dem Römerberg wollen die Bürger ihr Kopfsteinpflaster behalten
Anfang Mai standen plötzlich Halteverbotsschilder in der Straße "Auf dem Römerberg" in Marienburg
und die Anwohner/innen fanden in ihren Briefkästen einen "Infobrief" der STRABAG vor. Dann begann das große Rätselraten. Erst ein Nachfragen bei der Bezirksverwaltung ergab, dass das bestehende Kopfsteinpflaster entfernt und die Straße einen Teerbelag erhalten sollte. Doch die Anwohner wollten ihr Kopfsteinpflaster in der Tempo-30-Zone behalten und betrachteten die ungefragte Neu-Asphaltierung als Steuerverschwendung. Bereits Jahre vorher hatten sie sich bemüht, die Pflasterung unter Denkmalschutz zu stellen. Da der Umbau schon am 8.5.06 beginnen sollte, half schließlich nur, die Baufahrzeuge der Firma Strabag am Beginn der Baumaßnahme zu hindern. Das zuständige Amt für Straßen und Verkehrstechnik war laut Klaus Neuenhöfer überrascht und will jetzt nur noch das Nötigste reparieren (siehe auch KStA - Köln, vom 9.5.06).
77 000 Euro waren für die Straße "Auf dem Römerberg" veranschlagt worden. Sie stammen aus dem 12,5-Millionen-Euro-Sonderprogramm, das der Stadtrat im Januar zusätzlich für die Straßenunterhaltung in Köln bereitgestellt hat. Den Vorwurf, möglicherweise Geld an der falschen Stelle zu verplanen, weist die Verwaltung zurück. Der Vorschlag aus dem Fachamt ist auch von der Bezirksvertretung gebilligt worden. Wieviel an die Strabag bezahlt werden muß, ist noch offen. Eine frühzeitige Beteiligung der Bürger/innen hätte vermutlich viel Ärger, Mühe und Geld gespart. Einmal mehr stellt sich die Frage, wieviel Geld in der Stadt für Maßnahmen ausgegeben wird, welche die Bürger/innen gar nicht wollen – und inwieweit der vom Rat beschlossenen Bürgerhaushalt hier Abhilfe schaffen kann. www.koelnagenda.de/news?nr=06050304

Themen: Brgerbeteiligung | Stadtgestaltung |

Newsübersicht per Mail abonnieren

Ich möchte den KölnAgenda Newsletter erhalten und über Neuigkeiten
im Bereich Nachhaltigkeit informiert werden.

Abs. E-Mail

NEWS-Überblick nach Jahrgängen
KölnAgenda e.V./InfoStelle |
Volksgartenstr. 34 | 50677 Köln | FON: 0221 3310887 |
E-Mail: verein@koelnagenda.de | Website: www.koelnagenda.de |
monatlicher Infobrief | V.i.S.d.P.: Roland Pareik |