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Hochwasserschutz: Rückhalteraum Ingelheim ist einsatzbereit

KölnAgenda-Logo Köln, 15.09.2006
Hochwasserschutzgemeinschaft: Bezirksregierung Köln muß handeln
Nach nur zweijähriger Bauzeit ist am 11. September 2006 der gesteuerte Rückhalteraum Ingelheim eingeweiht worden. Bei einem 200-jährlichen Rheinhochwasser können 4,5 Millionen Kubikmeter Flußwasser zwischengelagert werden und entlasten Bingen und den Mittelrhein. Damit ist ein weiterer Baustein zur Wiederherstellung eines 200-jährlichen Schutzziels am Oberrhein umgesetzt. Der Rückhalteraum hat eine Fläche von 162 Hektar. Die Gesamtkosten betrugen 17 Millionen Euro, davon wurden 2,3 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln bezahlt. Den Rest teilten sich Bund und Rheinland-Pfalz mit je 40% und Hessen mit 20%.
Die Hochwasserschutzgemeinschaft Köln (HWSG) – ein Zusammenschluß von Bürgervereinigungen und Bürgerinitiativen im Raum Köln – hat sich bei der Eröffnung für den Rückhalteraum bedankt, denn die möglichen Pegelabsenkungen haben auch für Köln eine zwar kleine, aber meßbare und vor allem in der Summe merkliche Wirkung . In einer Pressemitteilung heißt es u.a.: "Namens einer Viertelmillion direkt betroffener Bürgerinnen und Bürger von Köln bedankt sich die Hochwasserschutzgemeinschaft Köln für die Solidarität am Oberrhein und wünscht sich dringend, dass im Regierungsbezirk Köln die Bedrohung endlich mit ähnlicher Ernsthaftigkeit wahrgenommen wird und daß schneller und gründlicher gehandelt wird.
Während in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gesteuerte Retentionsräume in Betrieb gehen, hat man im Raum Köln noch nicht einmal mit dem Bau begonnen (- obwohl schon seit 1996 geplant wird).
Schlimmer noch: Mit fadenscheinigen Ausreden werden die vorhandenen Räume nicht ausgenutzt. So wird der für Köln überlebenswichtige Überflutungsraum Langel-Lülsdorf (10 Millionen m³) am südlichen Stadtrand so verkleinert, daß nur 3,7 Millionen m³ zur Hochwasserentlastung übrig bleiben.“ www.hochwasser.de

Themen: Nachhaltigkeit | Umwelt & Natur |

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