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Zu einem Drittel aus Wind

KölnAgenda-Logo Köln, 29.09.2006
Bis 2050 könnte Wind über ein 1/3 des Weltstrombedarfs erzeugen
Sie braucht keine Brennstoffe, steht nahezu jedem Land der Erde zur Verfügung, geht nicht zur Neige und ist klimafreundlich: die Windenergie. Eine neue Studie zeigt, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts über ein Drittel des weltweit benötigten Stroms mit Wind erzeugt werden kann. Das entspräche einer Einsparung von etwa 4,7 Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid im Jahr 2050. Greenpeace und der Weltwindenergieverband (GWEC) haben die Studie jetzt veröffentlicht. Die Studie beschreibt drei unterschiedliche Entwicklungsszenarien für den Ausbau der weltweiten Windenergienutzung. Bei einem ambitionierten Ausbau setzt sie voraus, dass alle notwendigen politischen Möglichkeiten zugunsten von Erneuerbaren Energien umgesetzt werden.
Rund um den Globus sind zurzeit 59.000 Megawatt Windkraftleistung, am Netz, davon allein 18.000 Megawatt in Deutschland. An zweiter Stelle steht Spanien mit 10.027 Megawatt, gefolgt von den USA mit 9.149 Megawatt.
Laut der Studie ist Deutschland dabei, seine Spitzenreiterposition zu verspielen. Die Entwicklung der Windkraft auf See steckt hierzulande fest. "Während immer mehr Länder die ersten Parks errichten, um das Windpotential auf See zu nutzen, verzögert sich der Start in Deutschland immer weiter. Von den geplanten 500 Megawatt Windleistung bis Ende des Jahres sind wir weit entfernt", so Jörg Feddern von Greenpeace.
Feddern sieht die mittelfristigen Klimaschutzziele der Bundesregierung gefährdet, wenn der Ausbau der Offshore-Windenergie sich weiterhin verzögert. "Die Bundesregierung muss schnellstmöglich Planungssicherheit für Investoren durch verbesserte Rahmenbedingungen schaffen, zum Beispiel in Form von Bürgschaften, damit wir den Anschluss nicht verlieren. www.greenpeace.de

Themen: Energie | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

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