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Klimawandel zum Anfassen

KölnAgenda-Logo Köln, 24.10.2006
Greenpeace-Infotouren: „Ein Eisberg auf Reisen“ und „Gletscher ohne Zukunft“
Klimawandel geht uns alle an“ - um das den Menschen näher zu bringen, ist Mitte Oktober in Köln eine sieben Meter lange und fünf Meter hohe Eisberg-Attrappe von Greenpeace vor Anker gegangen. Insgesamt 12 teilweise als Pinguine verkleidete Mitglieder von Greenpeace sind über Main und Rhein getourt, um die Anwohner über den Klimawandel und seine Folgen zu informieren.

Der Klimawandel hat begonnen, wir sind mittendrin“, sagt Christian Korda von der Greenpeace Gruppe Köln. „Sogenannte Jahrhunderthochwasser werden immer häufiger auftreten, auch hier am Rhein. Die Wetterereignisse werden extrem an Stärke zunehmen. Wir wollen die Anwohner informieren, dass der Klimawandel auch vor ihrer Haustür stattfindet. Wir wollen ihnen aber auch zeigen, was jeder Einzelne dagegen tun kann.“

In Deutschland hat sich das Klima innerhalb von 100 Jahren bereits um knapp einen Grad erwärmt - bis zum Ende dieses Jahrhunderts sind weitere 2 bis 4,5 Grad Celsius vorausgesagt.

Wie drastisch sich die globale Klimaerwärmung auf die Alpengletscher auswirkt, zeigte Greenpeace im Rahmen des 5. Kölner AlpinTages des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Forum Leverkusen. Gletscherbilder aufgenommen vor rund 100 Jahren, und aktuelle Aufnahmen derselben Gletscher aus der gleichen Perspektive werden einander gegenübergestellt. Neben den eindrucksvollen Bildern berichten Zeitzeugen in einer Audioinstallation über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Wir müssen jetzt Weichen in der Energiepolitik stellen. Klimakiller wie das neue Braunkohlekraftwerk von RWE in Neurath zerstören nicht nur die Bergwelt, sondern bringen uns alle langfristig in Gefahr.“, sagt Christina Abke, Energie-Expertin der Greenpeace-Gruppe Köln. Schon jetzt ist das rheinische Braunkohlerevier die größte CO2-Quelle Europas. Zusammen stoßen die vier RWE-Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf, Neurath und Weisweiler fast 85 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr aus. In Neurath ist ein weiteres Braunkohlekraftwerk geplant.

Trotz modernerer Technologie blasen sie immer noch 750 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde Strom in die Luft. Zum Vergleich: Bei modernen Gaskraftwerken sind es 370, bei Strom aus Windkraft nur 11 Gramm. Doch für den Stromriesen RWE lohnt sich die Investition in CO2-Emissionen: Die Bundesregierung fördert den Bau mit kostenlosen Emissionszertifikaten. www.greenpeace.de

Themen: Energie | Umwelt & Natur |

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