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Jede dritte Gründung ist weiblich

KölnAgenda-Logo Köln, 15.11.2006
Rund 100 Frauen informierten sich bei einer Veranstaltung in der IHK Köln
Hinter jeder dritten Existenzgründung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK Köln) steht mittlerweile eine Frau. „Wenn Frauen gründen, unterscheiden sich die Gründungen in bestimmter Hinsicht von denen männlicher Gründer“, so Dr. Eike Krumsiek-Scheitza, Referentin der Existenzgründungsberatung bei der IHK Köln. „Frauen gründen zum Beispiel später, kleiner und vorsichtiger als Männer.“

So entschließen sich Frauen überwiegend erst dann zur Selbstständigkeit, wenn „die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind“: Bundesweit sind 71,2 Prozent aller Gründerinnen älter als 35 Jahre (Männer 60 Prozent). Sie brechen ihr Gründungsvorhaben seltener ab als Männer, und ihre Unternehmen haben eine größere Überlebenswahrscheinlichkeit.

Unter den Branchen, in denen sich Frauen selbstständig machen, sind besonders solche stark vertreten, in denen Frauen auch heute noch generell häufiger berufstätig sind als Männer, etwa in den Bereichen Erziehung und Gesundheit. So machen sich 21 Prozent aller Gründerinnen in den Branchen Erziehung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen selbstständig, weitere 19 Prozent in dem Bereich persönliche Serviceleistungen. Der Anteil männlicher Gründungen in diesen Branchen liegt bei lediglich sieben bis acht Prozent.

Noch drastischer klafft das unternehmerische Engagement von Frauen und Männern in technologieorientierten Branchen auseinander: Hier gehen nur zehn bis 15 Prozent aller Gründungen auf das Konto von Frauen. Gleichzeitig gründen 70 Prozent der angehenden Chefinnen ihr Unternehmen als Solo-Selbstständige, unter männlichen Gründern liegt dieser Anteil bei 58 Prozent. Die Folge: Unternehmen von Gründerinnen generieren im Durchschnitt rund 68.400 Euro Umsatz pro Beschäftigtem - Unternehmen von Männern hingegen setzen im Durchschnitt mehr als doppelt so viel um. Kontakt: angela.hilsmann@koeln.ihk.de, Tel 0221 / 1640164

Themen: Gender Mainstreaming | Arbeit & Soziales | Wirtschaft |

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