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EU-Biodiesel-Richtlinie

KölnAgenda-Logo Köln, 01.12.2006
Rettet den Regenwald‘ fordert ökologische und soziale Verträglichkeit
Das Europaparlament stimmt in der Woche ab dem 11. Dezember 2006 über die Novellierung der so genannten EU-Biodiesel-Richtlinie ab. Sie war ursprünglich als Umweltschutz-Maßnahme gedacht, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu bremsen. Inzwischen fehlt aber in der EU ausreichend Platz zum Anbau von Energiepflanzen. Auch sind tropische Importe oft billiger. Die Ausdehnung solcher Importe zerstört Regenwälder und andere Ökosysteme, führt wegen praktizierter Brandrodungen zu einem gigantischen CO2-Ausstoß und ist mit Menschenrechtsverletzungen verbunden.
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e. V.fordert daher: „Schreiben Sie noch heute an die deutschen Europaabgeordneten aus Ihrem Bundesland, damit sie sich für eine ökologisch und sozial verträgliche EU-Biodiesel-Richtlinie stark machen. Wir haben Adressen und einen Musterbrief vorbereitet unter www.regenwald.org
In Deutschland beträgt der Anteil der Biokraftstoffe mit einem Gesamtverbrauch von 2,2 Millionen Tonnen derzeit 3,75% (siehe www.koelnagenda.de/news,06100201). Bis 2010 will die Europäische Union den Anteil von Biokraftstoffen am Kraftstoffverbrauch auf 5,75 Prozent steigern. Inzwischen wir in Deutschland der Platz für Raps bereits knapp. Im Jahr 2006 wurde die Pflanze auf insgesamt 1,4 Millionen Hektar angebaut. Dies entspricht in etwa einer Fläche der Größe Schleswig-Holsteins. Dies ist viel zu wenig, um die vorhandenen Biodieselanlagen auszulasten. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) in Bonn meldete im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2005/06 eine Steigerung der Rapseinfuhren um das Dreieinhalbfache auf 880 000 Tonnen.

Themen: Energie | Mobilitt | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

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