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Deutschland verschärft seinen Klimaschutzplan

KölnAgenda-Logo Köln, 01.12.2006
Industrieller CO2-Ausstoß auf 465 Millionen Tonnen begrenzt
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat angekündigt, den nationalen Zuteilungsplan für die zweite Runde des Emissionshandels (NAP II) ab 2008 deutlich zu verschärfen. Die Obergrenze für den erlaubten Kohlendioxid-Ausstoß soll aufgrund neuer Emissionsdaten und absehbarer Kritik aus der EU von ursprünglich geplanten 482 Millionen Tonnen auf 465 Millionen Tonnen reduziert werden. Das bedeutet, dass zwischen 2008 und 2012 wesentlich weniger Emissionsrechte (CAP) an die Handelsteilnehmer ausgegeben werden als es im ersten Entwurf vom Juni dieses Jahres vorgesehen war. www.koelnagenda.de/news?nr=06071201

Der Vorschlag liegt damit in etwa auf der Linie der Umweltverbände, die ein CAP von 464 Millionen Tonnen gefordert hatten. Der WWF begrüßt die "späte Erkenntnis" im Hause Gabriel. "Der vorherige Entwurf war völlig unzureichend und blieb weit hinter den Anforderungen eines anspruchsvollen Klimaschutzes zurück. Gut, dass Umweltminister Sigmar Gabriel einen schweren Fehler korrigiert hat", erkennt Regine Günther, Leiterin des Energiebereichs beim WWF Deutschland an.

Die schärfere Deckelung beim CO2- Ausstoß sei zwar ein wichtiges Signal, dennoch gelte es, weitere Punkte im NAP2 zu korrigieren. So erhalten neue Kohlekraftwerke weiterhin doppelt so viele Emissionsberechtigungen wie die deutlich klimafreundlicheren Gaskraftwerke. Der WWF drängt weiter auf eine Versteigerung eines Teils der Zertifikate. Die fünf großen Stromversorger erwirtschaften durch die Einpreisung der kostenlos zugeteilten Zertifikate bis zu acht Milliarden Euro jährlich zusätzlich. Die Bundesregierung beläßt diese Zusatzgewinne bei den Stromversorgern. Durch eine Versteigerung von zehn Prozent der Zertifikate könnten größere marktwirtschaftliche Anreize für den Klimaschutz gesetzt werden. Der BUND fordert in diesem Zusammenhang von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, die Hälfte der Erlöse in einen Energiesparfond zu stecken. Millionen veraltete Kühlgeräte in deutschen Haushalten verbrauchten mehr als doppelt so viel Strom wie nötig. Prämien für deren Ersatz könnten die Haushalte zum Austausch motivieren und Arbeitsplätze in der Elektrogeräteindustrie sichern. www.bmu.de/newsletter .

Themen: Nachhaltigkeit | Energie | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

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