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NRW-Stiftung Umwelt und Entwicklung

KölnAgenda-Logo Köln, 01.12.2006
Nach Koalitionsbeschluss droht völliger Zusammenbruch des Fördergeschäfts
Erst am 24.10.2006 wurde unter Vorsitz von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers der neue Stiftungsrat der Stiftung Umwelt und Entwicklung in Düsseldorf erstmalig zusammengerufen. Ende vergangener Woche teilten die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP, Helmut Stahl und Gerhard Papke, den Beschluss der Koalition mit, die Zuweisungen für die Stiftung mit Sitz in Bonn um 2 Millionen zu senken.

„Dieser Beschluss der Koalition ist ein Schlag ins Gesicht für das ehrenamtliche Engagement in NRW“, erklärten Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender und Udo Schlüter, Geschäftsführer des Eine-Welt-Netzes NRW, einmütig. Die CDU habe sich vom Koalitionspartner FDP hier auf Grundlage veralteter Zahlen im Haushaltsentwurf auf einen Kompromiss eingelassen, der das Fördergeschäft der Landesstiftung im Zusammenhang mit dem massiven Einbruch der Sportwetterlöse auf Null setzen würde. Die FDP hätte damit ihr erklärtes Ziel, die Zerschlagung der Stiftung, auf Umwegen erreicht. (s.a. www.koelnagenda.de/news,06011901)

Angesichts des jüngsten Koalitionsbeschlusses forderten Tumbrinck und Schlüter den Ministerpräsidenten jetzt auf, Flagge zu zeigen und das Fördergeschäft der Stiftung für Umwelt und Entwicklung seitens des Landes mit mindestens je 2 Mio. € im Jahr 2007 und 2008 abzusichern. Gerade in diesem Sektor stünden in den nächsten zwei Jahren große Herausforderungen und Ereignisse ins Haus.

Auf der ersten Stiftungsratssitzung wurde für die Umweltverbände Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender, und für die Eine-Welt-Gruppen Udo Schlüter, Geschäftsführer des Eine-Welt-Netz NRW, auf Vorschlag der Landesregierung wieder als stellvertretende Vorsitzende in den fünfköpfigen Vorstand gewählt. Diesem steht jetzt der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Lamers vor. Als weitere Stellvertreter fungieren Natalia Fedossenko und Dr. Martin Michalzik aus den Ministerbüros der Minister Laschet bzw. Uhlenberg. Trotz der eingebrochenen Sportwetterlöse war es das erklärte Ziel des neuen Vorstandes und der MitarbeiterInnen, die Ärmel hochzukrempeln und veränderte Vergabekriterien wie auch neue Einnahmequellen zu entwickeln. www.eine-welt-netz-nrw.de/documents/54-stiftung.doc

Themen: Nachhaltigkeit | Globale Partnerschaft | Energie | Umwelt & Natur |

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