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Klimaschutz: GB will EU-Ziele toppen

KölnAgenda-Logo Köln, 15.03.2007
Kohlendioxid soll per Gesetz bis 2020 um rund 30% gesenkt werden
Nach Berichten von Greenpeace soll der Kohlendioxidausstoß auf der britischen Insel per Gesetz bis 2020 um rund 26-32 Prozent, bis 2050 um mindestens 60 Prozentreduziert werden. Die Regierung muss dem Parlament über das Erreichen der Ziele Rechenschaft ablegen. Die Einhaltung der Vorgaben kann per Gerichtsbeschluss durchgesetzt werden.

Der Gesetzentwurf, den die Blair-Regierung am Dienstag vorlegte, sieht auch Maßnahmen zum Energiesparen vor. So will die britische Regierung die Wärmedämmung von Gebäuden fördern, die herkömmliche Glühbirne durch Energiesparlampen ersetzen lassen und sich auf EU-Ebene für ein Verbot von Standby-Schaltungen einsetzen.

Der Emissionshandel soll auf weitere Wirtschaftsbereiche ausgedehnt werden, unter anderem sind Supermärkte und kommunale Behörden genannt. Die Ressortminister erhalten ein limitiertes CO2-Budget. Wie viel CO2 sie welchem Wirtschaftsbereich zuteilen, entscheiden sie selber. Auch für die Bürgerinnen und Bürger der Insel soll der Weg zur Teilnahme am Emissionshandel prinzipiell offen sein.

Mit ihrem Vorstoß übernimmt die britische Regierung eine Vorreiterrolle. Bislang war kein Land der Welt bereit, sich im Alleingang und per Gesetz zu vergleichbar ehrgeizigen Zielen zu verpflichten. Ob das reicht, den Klimawandel entscheidend zu begrenzen, ist allerdings offen. Wie eine bereits im August 2006 abgeschlossenen Studie des Umweltbundesamt zum tauenden Permafrost zeigt, könnte der Klimawandel schon bald ausser Kontrolle geraten www.koelnagenda.de/docs/permafrost.pdf Greenpeace bemängelt ausserdem, das zur Erreichung der Zeile neue Atomkraftwerke gebaut werden sollen.

Themen: Energie | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

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