Facebook-Icon Twitter-Icon

Holz mit FSC-Siegel

KölnAgenda-Logo Köln, 02.05.2007
Nicht immer ist drin was drauf steht - WWF befragt Holzwirtschaft
Wie genau nimmt es die deutsche Holzbranche mit der verantwortungsvollen Beschaffung ihrer Produkte und mit dem weltweiten Tropenholzhandel? Dazu befragte der WWF in diesem Frühjahr bereits zum fünften Jahr hintereinander rund 260 Unternehmen. Das Ergebnis zeigt, dass sich einige der großen Baumärkte und Versandhändler darum bemühen, Holz aus Raubbau und illegalen Quellen auszuschließen und stattdessen verstärkt FSC-zertifizierte Ware aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung anzubieten.

Allerdings hatte der Gesamtverband des deutschen Holzhandels (GdH) wie schon in den letzten Jahren seine Mitglieder dazu aufgerufen die WWF-Umfrage zu boykottieren. Viele Importeure befürchten eine Schlechterstellung am Markt, wenn sie sich von zweifelhaften Holzquellen fernhalten. Die Praktiken der Holzhändler zeigten, wie wichtig es ist, dass die Kunden durch gezieltes Nachfragen nach dem FSC-Zertifikat den Druck auf den Holzhandel erhöhen. Johannes Zahnen (WWF-Waldexperte): „Man darf sich im Möbelhaus oder Baumarkt nicht mit vagen Aussagen abspeisen lassen, sondern sollte sich ruhig eine Kopie des FSC-Zertifikats zeigen lassen. Im Zweifelsfall hilft der WWF gerne dieses zu überprüfen.“

Das Logo des 1993 gegründeten Forest Stewardship Council(FSC) steht nach Einschätzung des WWF für das derzeit einzige internationale Zertifizierungssystem, das eine umweltverträgliche, wirtschaftlich tragfähige und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung garantiert und die Verwendung von illegal geschlagenem Holz ausschließt.

Der Holzhandelsexperte Johannes Zahnen hat schon manche Irreführung der Verbraucher erlebt: So musste beispielsweise das Handelsunternehmen Mann Mobilia im vergangenen Jahr Gartenmöbel zurücknehmen, weil einem umweltbewussten Kunden auch nach mehreren Wochen das versprochene FSC-Zertifikat nicht vorgelegt werden konnte. Auf Nachfrage des WWF reagierte das Unternehmen nicht. Ein anderes Negativbeispiel wurde dem WWF erst kürzlich bekannt: Der Parketthändler Hinterseer gab einem Tischler auf dessen Anfrage hin die Auskunft, dass das Holz „durchaus den Richtlinien des WWF entspreche“. Zahnen: „Leider entsprach das in diesem Fall nicht den Tatsachen.“ www.wwf.de

Themen: Globale Partnerschaft | Wirtschaft | Umwelt & Natur |

Newsübersicht per Mail abonnieren

Ich möchte den KölnAgenda Newsletter erhalten und über Neuigkeiten
im Bereich Nachhaltigkeit informiert werden.

Abs. E-Mail

NEWS-Überblick nach Jahrgängen
KölnAgenda e.V./InfoStelle |
Volksgartenstr. 34 | 50677 Köln | FON: 0221 3310887 |
E-Mail: verein@koelnagenda.de | Website: www.koelnagenda.de |
monatlicher Infobrief | V.i.S.d.P.: Roland Pareik |