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Klima-Allianz

KölnAgenda-Logo Köln, 02.05.2007
Kirchen, Entwicklungs- und Umweltverbände vereint
In einer "Klima-Allianz" haben sich Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Entwicklungsorganisationen wie der Evangelische Entwicklungsdienst, Brot für die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe und Misereor, Umweltverbände wie der BUND, DUH, Greenpeace, NABU und den WWF sowie weitere Organisationen wie der Deutsche Alpenverein und attac vereint.

Insgesamt über 40 Organisationen veröffentlichten am 24. April 2007 einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossenere Klimapolitik. Erstmalig in Deutschland tritt damit ein breites Bündnis an, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen. Die Bundesregierung wird aufgerufen, ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen, damit bis 2020 die klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert werden. Grundlage dafür sei der entschlossene Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, anstatt neue Kohlekraftwerke zu bauen. Im Verkehrsbereich müssten strenge Verbrauchslimits für Pkw und ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen gelten. Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz forderten die Abschaltung der Atomkraftwerke und ein Fördergesetz für erneuerbare Energien im Bereich der Gebäudeheizung.

Der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttosozialeinkommen müsse bis 2015 auf 0,7 Prozent erhöht werden. Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienstes: „Die Industriestaaten müssen die Kosten der Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern mittragen und beim Aufbau einer klimaverträglichen Energieerzeugung helfen. Dabei geht es nicht um Almosen, sondern um Gerechtigkeit.“ Dies sollte durch die Einführung einer Flugticketabgabe unterstützt werden. Die CO2-Zertifikate beim Emissionshandel sollten umgehend versteigert werden, nicht erst nach 2012, wie derzeit von der Bundesregierung vorgesehen.

Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz laden auch Unternehmen, Gewerkschaften und weitere Organisationen dazu ein, sich dem Bündnis anzuschließen. Auf der Internetseite www.die-klima-allianz.de sind die Liste der Trägerorganisationen und das Positionspapier der Klima-Allianz zu finden.

Eine bisher einmalige Kooperation zum Klimaschutz haben die Umweltverbände BUND, Greenpeace und WWF gemeinsam mit BILD, Europas größter Tageszeitung gestartet. Unter dem Motto "Rettet unsere Erde" sollen Politik und Öffentlichkeit über die Tragweite des Klimawandels sowie die möglichen Lösungen informiert – und vor allem zum Handeln aufgefordert werden . Mit Hilfe einer bundesweiten Mitmach- Aktion in BILD sollen bis zum Jahresende 3,5 Millionen Tonnen (CO2) eingespart werden, soviel wie der jährliche Ausstoß eines kleinen Braunkohlekraftwerkes. Auch die Kooperationspartner wollen ihren Energieverbrauch weiter reduzieren, um dieses Ziel zu unterstützen. www.bund.net

Themen: Globale Partnerschaft | Energie | Mobilitt | Umwelt & Natur |

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