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50% bis 2030

KölnAgenda-Logo Köln, 16.05.2007
Wie München seine CO2-Emissionen um 50% bis 2030 senken kann
2003 beauftragte die Landeshauptstadt München das Öko-Institut, die zu 50% vom Bund geförderte Studie "Strategien zur Halbierung der CO2-Emissionen am Beispiel der Stadt München" zu erstellen. Die Studie liegt seit Ende 2004 vor und umfasst 38 Handlungsschwerpunkte für kommunale Instrumente zur Treibhausgasreduktion, von denen 14 vertieft bearbeitet wurden.

Laut Studie lagen die CO2-Emissionen der Stadt im Jahr 2000 bei 9,5 Millionen Tonnen, was einer Reduktion von ca. 7% gegenüber 1987 entspricht. Emissionen aus dem Flugverkehr sind hierbei nicht mit einbezogen. Die Reduktion gelang aufgrund bisher eingeleiteter Maßnahmen, wie dem Energiesparkonzept 1992, dem CO2-Reduktionskonzept 1996 und dem örtlichen Versorgungskonzept 1999.

In der Studie wurden nun weitere Maßnahmen aus den Bereichen Energie und Verkehr herausgearbeitet, welche in 38 Handlungsfelder eingeteilt wurden und anhand von 5 Kriterien bewertet wurden, darunter Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Umsetzungsbedingungen. Anhand dieser Kriterien wurden 14 bevorzugte Handlungsfelder identifiziert, aus denen 43 Vorschläge erarbeitet wurden. 27 hiervon sind aus dem Bereich Energieversorgung, 5 Vorschläge zielen auf Effizienzmaßnahmen im Bereich der Stadtwerke München ab, 11 Vorschläge sind aus dem Verkehrsbereich.

Bei Umsetzung aller vorgeschlagenen Maßnahmen kann eine Reduktion der CO2-Emission um 50% gegenüber 1987 frühestens Mitte 2020 erreicht werden (sog. Zielszenario). Voraussetzung hierfür seien geeignete Rahmenbedingungen seitens des Bundes und des Freistaates Bayern, sowie die Bereitstellung geeigneter Fördermittel. In diesem Zielszenario würden die Haushalte allein über 50% dieser möglichen Reduktion tragen. 44% entfielen auf den Verkehrssektor, 3% auf die Stadtwerke München. Wichtig bei der Realisierung aller Maßnahmen ist die koordinierende Funktion der Stadt sowie die Einbeziehung des lokalen Energieversorgungsunternehmen.

Das letzte Kapitel der Studie widmet sich der Übertragbarkeit diese Konzeptes auf andere Großstädte. Zu dieser Thematik wird Herr Christof Timpe vom Institut für angewandte Ökologie als einer der Verfasser der Studie auf dem Workshop zum kommunalen Klimaschutz in Köln am 02.06.2007 einen Vortrag halten. Die Studie ist im auf der Internetseite des Öko-Institutes verfügbar: www.oeko.de/forschungsergebnisse/dok/230content.php?setlan=0&vers=&id=237&PHPSESSID=eaa6c94e49b33107367897c5fa891df5.

Themen: Energie | Mobilitt | Wirtschaft | Stadtgestaltung |

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