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Eisschmelze extrem beschleunigt

KölnAgenda-Logo Köln, 01.10.2007
Arktisches Eis verschwindet schneller als vermutet
Die dramatische Eisschmelze in der Arktis hat sich im Jahr 2007 drastisch beschleunigt. Die berühmte Nordwest-Passage zwischen Atlantik und Pazifik ist wegen einer Rekord-Schmelze vollkommen eisfrei und befahrbar. Die europäische Raumfahrt-Agentur ESA veröffentlichte Satellitenbilder der bisher unpassierbaren Abkürzung zwischen Europa und Asien, die Anfang September aufgenommen worden waren.

Allein im vergangenen Jahr sei eine Eisfläche von einer Million Quadratmetern in der Arktis geschmolzen, sagte der dänische Meteorologe Leif Toudal Pedersen, Leiter des Polar-View-Projekt. „Bisher wurde angenommen, dass die Arktis in 30 bis 40 Jahren den Sommer über eisfrei sein würde. Wenn die jetzige Entwicklung weitergeht, wird es vielleicht nur 15 bis 20 Jahre dauern.“

Die eisbedeckte Fläche in der Arktis lag im Anfang September nur noch bei etwa drei Millionen Quadratkilometern. Zu Beginn der Beobachtungen vor 30 Jahren waren es noch acht Millionen Quadratkilometer (im Winter 15 Mio qkm). Den bisherigen Tiefstand an Eisfläche in der Arktis markierte den Angaben zufolge die Messung von 2005 mit vier Millionen Quadratkilometern. Schon vor einigen Jahren hatten Forscher von den Medien weitgehend unbeachtet auf die jetzt noch mal drastisch beschleunigte Eisschmelze hingewiesen. (www.koelnagenda.de/news?nr=04052803).

Derweil wird weltweit immer mehr Kohlendioxid freigesetzt. Nach den vorliegenden globalen Zahlen des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums wurde im Jahr 2006 erstmals die Marke von 30 Milliarden Tonnen CO2 überschritten. Im Jahr 1990 waren es noch 22,7 Milliarden Tonnen, zehn Jahre später 24,7 Milliarden Tonnen klimaschädlicher Gase. Besonders bemerkenswert: Seit 2001 hat China seinen CO2-Ausstoß von 2,8 Millairden auf 5,8 Milliarden mehr als verdoppelt. www.iwr.de/klima

Themen: Nachhaltigkeit | Umwelt & Natur |

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