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Entschleunigter Blick

KölnAgenda-Logo Köln, 01.10.2007
"Eine Welt Filmpreis NRW" in Köln zum 4. Mal vergeben
Zum vierten Mal wurde in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie in Köln der „Eine Welt Filmpreis NRW“ vergeben. Damit werden Film- und Fernsehproduktionen ausgezeichnet, die den Blick für die Probleme von Ländern der so genannten Dritten Welt schärfen, Ansätze zur Veränderung aufzeigen und eine neue Perspektive ermöglichen. Erster Preisträger in diesem Jahr ist Shaheen Dill-Riaz aus Bangladesh mit seinem Film „Eisenfresser“.
Der Filmpreis wird seit 2001 alle zwei Jahre von dem Fernsehworkshop Entwicklungspolitik verliehen, der maßgeblich von der Melanchthon-Akademie im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region unterstützt wird. In deren Räume in Mediapark fand dann auch die Preisverleihung statt, die von Armin Laschet, NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration übernommen wurde. Gefragt waren keine reißerischen Bilder sonder der entschleunigte Blick auf das Schwerpunktthema „Arbeit und Migration“. Ca. 100 Regisseure aus der ganzen Welt haben sich in Asien, Afrika und Lateinamerika mit dieser Frage und ihrer Bedeutung für die Menschen vor Ort auseinandergesetzt.
In „Eisenfresser“ erzählt Shaheen Dill-Riaz das Schicksal seiner Landsleute im Norden Bangladeshs, die – von Überschwemmungen gezwungen - im Süden des Landes auf den Abwrackwerften unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten. Dort wird der Müll der Industrienationen, Supertanker und große Containerschiffe, in Kleinarbeit mühselig und von Hand zerlegt. Ausbeutung ist an der Tagesordnung, und Dill-Riaz schildert mit ruhiger und direkter Kamera die Hoffnungen der Saisonarbeiter auf ein kleines Einkommen und ihre Enttäuschung, wenn der Lohn der Plackerei noch schmaler ausfällt als erwartet. Der erste Preis beim „Eine Welt Filmpreis NRW“ ist mit 3000 Euro dotiert. Der zweite Preis, dotiert mit 2000 Euro, ging an Heidi Speconga und ihren Film „Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez“, den dritten Preis mit jeweils 500 Euro teilen sich „Roaming Around“ von Brigitte Bertel, eine Dokumentation über Straßenkinder in Ghana, und „Nima“ von der Niederländerin Annelies Kruk, die die Lebensgeschichte eines 13-jährigen Mädchens erzählt, das aus Somalia in die Niederlande geflüchtet ist. www.kirche-koeln.de/aktuell/1605

Themen: Globale Partnerschaft |

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