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Jugend-Theaterstück „KNASTKINDER“

KölnAgenda-Logo Köln, 01.10.2007
Kölner Tatort e.V. erwartet über hundert Aufführungen
Auf bundesweit über hundert Aufführungen des brandneuen Jugend-Theaterstücks KNASTKINDER an Schulen in ganz Deutschland hofft der Kölner Tatort – Straßen der Welt e.V.. Unterstützt wird das Vorhaben von den Kinderrechtsorganisationen „Don Bosco - Jugend Dritte Welt“, „Human Help Network“, „dwp“ und „PREDA“. Mit der Arbeit an dem Theaterstück und den geplanten Aufführungen im Frühjahr 2008 werden Hunderte von deutschen Jugendlichen an die vergessenen Gefängniskinder in der Welt und ihr Schicksal erinnern. Viele Gruppen wollen die Kinderrechtsorganisationen dabei unterstützen, die Kinder aus den Gefängnissen herauszuholen und ihnen eine bessere Zukunft zu geben. Dazu werden an vielen Schulen in ganz Deutschland neben der Aufführung des Theaterstücks auch Projekttage und Informations-Veranstaltungen stattfinden.

Im vergangen Jahr haben die Kölner ‚Tatort-Kommissare’ Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär gemeinsam mit Joe Bausch, der in den Tatort-Krimis den Rechtsmediziner darstellt, mehrere Kindergefängnisse in den Philippinen besucht. „Die Zustände dort sind absolut inhuman und dürfen nicht hingenommen werden. Dort leben bis zu vier Kinder pro Quadratmeter. Alle leiden unter Parasitenbefall und Hautkrankheiten. Ich habe noch nie so viele TBC-Fälle auf einmal gesehen“, erklärt Dr. Bausch, der im Hauptberuf als Arzt in einer JVA in Westfalen arbeitet.

Nach Angaben von UNICEF gibt es weltweit mehr als eine Million Gefängniskinder. Rund 20.000 Straßenkinder sind allein in den Philippinen eingesperrt, die meisten unschuldig oder wegen Bagatellen. Sie sind hungrig, krank, ohnmächtig und von der Welt vergessen. Sie vegetieren in viel zu engen, manchmal mehr-stockigen Käfigen, werden gedemütigt und gequält. Nicht nur von erwachsenen Mitgefangenen, sondern oft auch von Wärtern. Viele wissen gar nicht, warum sie eingesperrt sind, wann und ob sie freigelassen werden.

„KNASTKINDER“ erzählt die Geschichte des 13-jährigen Jonathan, der im Urlaub ausgeraubt wird: I-Pod, Pass, Markenjeans, Sneakers, Geldbörse - alles weg. So finden ihn die Straßenkinder Arnel, Marlon und Dennis. Als sie ihn zurück ins Hotel bringen wollen, geraten die Kinder in eine Razzia. Weil Dennis kurz zuvor beim Klauen einer Wasserflasche für Jonathan erwischt wurde, werden alle vier verhaftet. Ohne Gerichtsverhandlung landen sie in der überfüllten Massen-Zelle eines Kindergefängnisses. Wenn Jonathan seine neuen Freunde nicht hätte, würde er im Knast jede Hoffnung verlieren …

Rund 150 Pädagogen aus allen Schulformen haben schon Interesse an dem Projekt angemeldet. Da wäre es schön, wenn sich auch eine Kölner schule finden würde, die das Theaterstück aufführt. Kontakt: Projektbüro „Knastkinder“, Martin Block und Peter Meinrad, Boisseréestr. 3 ● 50674 Köln, Tel.: 0221 / 9 230 495 ● Fax: 0221 / 9 230 494, E-Mail: theaterprojekt@knastkinder.de, Internet: www.knastkinder.de

Themen: Globale Partnerschaft | Bildung/Wissenschaft |

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