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Weltmesse Anuga

KölnAgenda-Logo Köln, 16.10.2007
TransFair zieht eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2007
„Der Absatz von Fairtrade-Produkten ist in diesem Jahr bereits um 36 Prozent gestiegen“, sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair auf der alle zwei Jahre stattfindenen Anuga in Köln. Seit vier Jahren wächst Fairtrade beständig. „Über alle Produktgruppen und Vertriebskanäle werden fair gehandelte Produkte verstärkt nachgefragt. Davon profitieren besonders Kleinbauern und Plantagenarbeiter in den Ländern des Südens.“
Dass der Kauf von Produkten mit Fairtrade-Siegel ein aktiver Beitrag ist, Armut zu bekämpfen, davon ist auch der internationale Theater- und Filmschauspieler Hannes Jaenicke überzeugt. Er machte sich auf der Anuga für den Fairen Handel stark. „Jeder kann mit seinem Einkauf etwas verändern. Achten Sie einfach auf das Fairtrade-Siegel, denn die Entscheidung für fair gehandelte Produkte ist auch eine Entscheidung für mehr Gerechtigkeit“, so Jaenicke während der Pressekonferenz.
Bananen verzeichnen stärkstes Wachstum
Besonders gestiegen ist der Absatz von Fairtrade-Bananen: Im ersten Halbjahr 2007 kam es zu einer Steigerung um über 50 Prozent. Die Bananen werden fast ausschließlich biologisch angebaut und kommen aus Lateinamerika und der Karibik. Über die gesamte Produktpalette hinweg hat der Anteil an Bio-Produkten zugenommen. Zurzeit tragen mehr als 70 Prozent der Fairtrade-Produkte auch ein Bio-Siegel.
Heißgetränke im Plus
Auch das bekannteste Fairtrade-Produkt – der Kaffee – hat dieses Jahr noch einmal zugelegt: 13 Prozent mehr Fairtrade-Kaffee wurde verkauft. Auch Fairtrade-Tee kommt aus der Reserve: Der Absatz konnte im ersten halben Jahr um 40 Prozent gesteigert werden.
Non-Food Produkte stehen hoch im Kurs
Durch die neuen Verkaufsstellen für Fairtrade-Rosen konnte eine Steigerung um über 20 Prozent bei den „fairfleurs“ erreicht werden. Die Blumen werden seit März auch bei REWE und zum ersten Mal auch im Blumenfachhandel bei Blumen Risse verkauft. Seit August diesen Jahres werden in Deutschland auch erstmals Textilien mit Fairtrade-Baumwolle verkauft.
Fairtrade hilft fünf Millionen Menschen konkret
Weltweit profitieren bereits 1,4 Millionen Bauern von Fairtrade. Zusammen mit ihren Familien sind das über fünf Millionen Menschen, denen durch den Handel mit Fairtrade-Produkten bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht werden. „Fairtrade wächst auf der ganzen Welt“, so Rüdiger Meyer von FLO-CERT. „Weltweit wurden im letzten Jahr Fairtrade-Produkte im Wert von 1,6 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einer Steigerung um 40 Prozent." Die Produkte stammen aus 569 Produzentengruppen in 57 Ländern auf der ganzen Welt. Die FLO-CERT GmbH kontrolliert, dass die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel nach internationalen Fairtrade-Standards gehandelt werden.

Themen: Globale Partnerschaft | Wirtschaft |

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