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Großauftrag für Flagsol

KölnAgenda-Logo Köln, 16.11.2007
Kölner Unternehmen baut erstes Parabolrinnen-Kraftwerk Ägyptens
Die Kölner Flagsol GmbH, eine Technologietochter der Solar Millennium AG erhält den Auftrag zur Auslegung und Lieferung des Solarfeldes eines Hybrid-Kraftwerks in Ägypten. Das Solarfeld wird zusammen mit der Orascom Construction Industries aus Kairo, einem großen ägyptischen Generalunternehmer, im Auftrag der für erneuerbare Energien verantwortlichen ägyptischen Behörde NREA realisiert.

Flagsol legt das Solarfeld aus und liefert die Steuerung. Außerdem ist das international tätige Technologieunternehmen für die Lieferung wichtiger Schlüsselkomponenten, insbesondere der Parabolspiegel und Absorberrohre, verantwortlich. Die Gesamtkosten des Hybrid-Kraftwerks, das zuvor international ausgeschrieben wurde, belaufen sich auf über 250 Mio. Euro, wovon rund 30 % auf die Realisierung des Solarfeldes entfallen. Aufgrund des Vorbildcharakters des Projektes gewährt die Global Environment Facility (GEF) einen Zuschuss für das Solarfeld in Höhe von 50 Mio. US-Dollar. Die Bauzeit beträgt 30 Monate. Im Anschluss daran werden Flagsol und Orascom Construction Industries zwei Jahre den Betrieb der Anlage übernehmen, bevor das Kraftwerk endgültig an den Eigentümer übergeben wird.

Das Hybridkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 150 MW verwendet zur Energieerzeugung sowohl Erdgas als auch Solarenergie. Das Solarfeld besteht aus Parabolrinnen mit einer Spiegelfläche von rund 130.000 Quadratmetern. Der Bau des Kraftwerks in Kuraymat, circa 95 Kilometer südlich von Kairo, am östlichen Ufer des Nils, soll in Kürze beginnen. Der Standort ist mit einer jährlichen Direktnormalstrahlung von über 2.400 Kilowattstunden pro Quadratmeter bestens für die Nutzung mit solarthermischen Kraftwerken geeignet. Das Hybridkraftwerk kann rund um die Uhr betrieben werden.

„Mit dem Auftrag für das Hybrid-Kraftwerk realisiert der Solar Millennium Konzern erstmals auch ein Projekt in Nordafrika. Die Potenziale für solarthermische Kraftwerke in dieser Region sind so groß, dass mit einem sehr geringen Anteil der Wüstenfläche nicht nur der wachsende Strombedarf der nordafrikanischen Länder abgedeckt, sondern zukünftig auch günstig Solarstrom nach Mitteleuropa geliefert werden kann,“ erklärt Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium.

„Der Auftrag ist ein wichtiger Erfolg für Flagsol, weil wir bei diesem Projekt nicht nur eine internationale Ausschreibung gewonnen, sondern auch unseren Anteil an der Wertschöpfung gegenüber unseren ersten Projekten deutlich ausgeweitet haben,“ ergänzt Dr. Thomas Thaufelder, Geschäftsführer von Flagsol. Die Technologietochter von Solar Millennium hat bereits die Solarfelder der ersten europäischen Parabolrinnen-Kraftwerke Andasol 1 und Andasol 2 in Südspanien ausgelegt.
www.solarmillennium.de
www.flagsol.com

Themen: Wirtschaft |

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