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Mangelhafte Energieausweise

KölnAgenda-Logo Köln, 03.11.2008
Verband Privater Bauherren beklagt häufige Fehler bei Neubauten
Der Verband Privater Bauherren (VPB) kritisiert bei einem Interview mit der Zeitschrift ‚Ökotest’, dass die Energieausweise von Neubauten häufig fehlerhaft seien. Der VPB hat im vergangenen Jahr die energetische Beschaffenheit von knapp 5.000 Neubauten seiner Mitglieder überprüft. Das erschreckende Ergebnis: Fast 60 Prozent aller Energieberechnungen waren falsch. Vierzig Prozent aller fertigen Häuser entsprachen nicht den Anforderungen der Energieeinsparverordnung. Mehr als die Hälfte aller mit öffentlichen Geldern geförderten Energiesparhäuser erfüllen gar nicht die Förderbedingungen, sodass bei einer stichprobenmäßigen Prüfung eine Rückzahlung drohen kann.

Laut VPB wird zum Beispiel häufig eine Wärmepumpe ins Energiekonzept eingerechnet, obwohl eine solche gar nicht eingebaut werden soll. Oft werden von den Ausstellern der Energieausweise Kellerräume und Spitzböden in einer geschönten Rechnung falsch bewertet. So ändert sich das Volumen der beheizten Fläche. Auch bei der Bauausführung werden grobe Fehler gemacht: Dämmstoffe, die in den Berechnungen vorgesehen sind, werden nicht in der erforderlichen Dicke oder Qualität eingebaut. Mangelhaft gedichtete Fenster- und Türanschlüsse oder unzureichend dicht verklebte Dampfbremsen im Dach – dort pfeift dann der Wind ungehindert ins Haus.

Der Bauherr kann sich laut Thomas Penningh, Bausachverständiger und Vorsitzender des Verbandes nur durch sorgfältige Kontrolle gegen solche Schäden schützen. Das gilt vor allem für Hauskäufer, die eine schlüsselfertige Immobilie kaufen möchten. Sie bekommen in der Regel keinen Einblick in die Berechnungen oder die Bauausführung. Deshalb sollten sie sich die Anforderungen vor Vertragsabschluss schriftlich zusichern und von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Weitere Informationen siehe www.oekotest.de

Themen: Energie | Wirtschaft | Stadtgestaltung |

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