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Bürger gegen Kahlschlag

KölnAgenda-Logo Köln, 02.02.2009
Bürgerinitiativen machen gegen den sechsspurigen Ausbau der Rheinuferstrasse mobil
Etwa 150 Bäumen droht nach einem Ratsbeschluss vom 25. September 2008 die Abholzung, weil die Rheinuferstraße auf einem Abschnitt von 900 Metern auf sechs Spuren erweitert werden soll. Wenn die noch im Bau befindliche Nord-Süd-Stadtbahn wie geplant ab 2011 alle paar Minuten die Straße oberirdisch queren wird, soll sie dabei absoluten Vorrang vor den Autos haben. Stadtplaner rechnen deshalb mit langen Rückstaus. Aufgrund eines von der KVB in Auftrag gegebenen Gutachtens hatte der Rat im Herbst gegen die Stimmen von Grünen und Linken und Enthaltung der CDU die Verbreite-rung der Rheinuferstraße beschlossen. Die Umsetzung hätte die komplette Beseitigung der histori-schen denkmalgeschützten Lindenallee vor dem ehemaligen Speicher "Siebengebirge" zur Folge. Der Vorschlag der CDU, die Rheinuferstraße für die Bahn zu untertunneln, wurde wegen der hohe Kosten abgelehnt.

Viele Anwohner können den Ratsbeschluss nicht nachvollziehen. Sie wollen die Lindenallee erhalten und fürchten, dass sie durch den Ausbau noch mehr als bisher unter Lärmbelästigung und Abgasbe-lastungen durch den Verkehr leiden müssen.
Inzwischen engagieren sich zusammen mit der dafür neu gegründeten Bürgerinitiative Rheinuferstra-ße noch weitere Initiativen gegen den drohenden Kahlschlag, darunter die Bürgerinitiative Südliche Altstadt (BISA), der NABIS und das Netzwerk „Bürger für Bäume“. Ziel des Zusammenschlusses ist es unter anderem, Kölns Politiker zu überzeugen, für einen Aufschub des Ratsbeschlusses um fünf Jahre zu stimmen und die tatsächliche Verkehrsentwicklung in dieser Zeit abzuwarten.

Eine erste Bürgerversammlung zu dem Thema fand letzte Woche Donnerstag unter Teilnahme von Politikern aller Fraktionen im Bürgerhaus Stollwerck statt. Hier wurde u.a die Diskussion um die Tun-nelalternative wieder aufgenommen. Das Protokoll kann auf der Internetseite der Bürgerinitiative Rheinuferstraße www.kein-kahlschlag.de eingesehen werden. Das nächste Mal trifft sich die Initiative zur Nachbereitung der Bürgerversammlung am 03. Februar um 20 Uhr im Spielplatz, Ubierring 58, 50678 Köln.
Darüber hinaus findet heute am 02. Februar um 19.30 Uhr in der Aula der FH Mainzer Str. 5, 50678 Köln, ein Informationsabend mit dem Dezernenten für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Bernd Streitberger und dem Leiter des Amtes für Straßen- und Verkehrstechnik Klaus Harzendorf zur Um-gestaltung der Bonner Straße vom Chlodwigplatz zum Bonner Wall statt. In dem Zusammenhang wird Projektleiter Rolf Pabst von der KVB den aktuellen Stand des Nord-Süd-Stadtbahnbau vorstellen. Hier wird es auch Gelegenheit geben, sich über das Bauvorhaben an der Rheinuferstraße zu informieren.

Themen: Brgerbeteiligung | Umwelt & Natur |

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