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Rettet Immendorf

KölnAgenda-Logo Köln, 01.07.2009
Immendorfer Bürger fürchten Belästigung durch geplante Biogasanlage
Die Politik fördert derzeit aus Staatsmitteln den privatwirtschaftlichen Bau von Biogasanlagen. Aufgrund finanzieller Erleichterungen und risikoarmer Rahmenbedingungen versprechen sich potentielle Betreiber ein einträgliches Geschäft.

In Köln Immendorf möchte daher ein Kölner Bauer solch eine Biogasanlage errichten. Dort sollen dann rund 4.000 Tonnen Rindergülle, 8.400 Tonnen Energie-Maissilage und 500 Tonnen Ganzpflanzensubstrat in Strom umgewandelt werden, mit der Zielsetzung 499 kWh/h Strom zu erzeugen und ihn sodann in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Doch die Anwohner wehren sich gegen diese Pläne: Sie monieren, dass Mindestabstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden und befürchten Lärm- sowie Geruchsbelästigungen. Laut Bundesimmissionsschutzgesetz sollte mindestens ein Abstand von 300 m eingehalten werden. Im Antrag auf die Anlage sind jedoch nur 240 m zur nachbarschaftlichen Umgebung vorgesehen und tatsächlich geplant ist an einigen Stellen sogar lediglich ein Abstand von 86 bis 115 m. Der vermutete Lärm entstünde durch die geschätzten 848 LKW-Fahrten, die jährlich für den Antransport des Materials anfielen; denn Rindergülle müsste aus St. Augustin, die Energiepflanzen aus der Umgegend herangeschafft werden. Und die Geruchsbelästigung würde durch Gärreste aus der Biogasproduktion, die etwa in der Nähe von Wohngebieten wie Michaelshoven, Weiß und Sürth als Dünger auf die Felder ausgebracht werden sollen, entstehen.

Kritische Stimmen bemängeln zudem, dass der Anbau von Energiemais und die intensivere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen negative Folgen für die Umwelt hat. Während zuständige Ämter die Baugenehmigung prüfen, planen derweil die betroffenen Gegner der Anlage juristische Schritte gegen eine Genehmigung dieses Vorhabens einzuleiten. Näheres zu den Klagen der Immendorfer unter: www.rettet-immendorf.de/Presse/Presse.php

Themen: Brgerbeteiligung | Energie | Umwelt & Natur |

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